Kategorie-Archiv: Vorträge

Atheism as a reason to flee (Hörsaal 8)

16. Juni 2016
20:00

Our next lecture and discussion with secular activist Ahmed Nadir from Bangladesh will take place on thursday, June 16, at 8 p.m. at lecture hall 8 (Hörsaal 8 ) in the main building of Bonn University.
*** The lecture will be in English ***
People are forced to leave their countries for a broad variety of reasons. Not being religious could be a risk and one of these reasons in parts of the world. Example – Bangladesh.
In early 2013 a committee of nine Islamic clerics was formed by the government to identify internet activists who criticised Islam and the prophet Mohammed on Blogs and Facebook. Creating lists with names of activists, of what they call „Enemies of Islam“, and publishing them is the main work of this committee.
Activist and Businessman Ahmed Nadir will speak about the dangers of being an atheist in Bangladesh and what made him leave his country in 2013 and request asylum in Germany. He will furthermore address other international examples of secularists/atheists and pleads in favour of an international solidarity movement as well as structures of support for these people.
He will also come to speak about the experiences he made while being processed by the German asylum system. The isolated living conditions in camps add to the uncertainty about ones future during that often long-lasting process. Contact to the world outside this system or to people of the same conviction and political opinions is rare and the majority of other refugees is sceptical towards or openly disapproves atheism. This is where a secular movement should concentrate its actions and offer support.
Hosted by Refugees Welcome Bonn e.V. and the „Referat für politische Bildung des AstA der Universität Bonn“

Von Marx zur Kritischen Theorie Eine Einführung (Hörsaal 8)

24. Mai 2016
20:00

Vortrag von und Diskussion mit einem Mitglied des Arbeitskreis Rote Ruhr Uni

„Der Fortschritt droht das Ziel zunichte zu machen, das er verwirklichen soll – die Idee des Menschen.“
Max Horkheimer (Kritik der instrumentellen Vernunft)

Marx und die Kritische Theorie um Adorno, Horkheimer oder Marcuse sind sich darin einig, keine positive Wissenschaft betreiben zu wollen. Der Anspruch ihrer Theorie ist es, die gegenwärtige Gesellschaftsformation nicht nur zu beschreiben, sondern einen theoretischen Beitrag zu ihrer Aufhebung zu leisten. Dabei weiß sich Kritische Theorie immer im Zwang,
die bestehende Gesellschaft als verdinglichte und unmenschliche zu erkennen und dennoch gegen ihre barbarische Abschaffung verteidigen zu müssen.

Der Vortrag versucht einen Einblick darin zu geben, was kritische Theorie bedeutet und welche Rolle ihr auch in aktuellen Debatten zukommen kann. Dabei werden insbesondere die Verdinglichungsannahme der Kritischen Theorie und die darin durchklingende Bestimmung der Ökonomie nach Marx im Fokus stehen.

Eine Veranstaltung des Referats für politische Bildung des AStA der Universität Bonn und der Emanzipatorischen Antifa Bonn (EAB).

Der Eintritt ist wie immer frei.

Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie (Hörsaal 8)

3. Mai 2016
20:00

Vortrag von und Diskussion mit Ingo Elbe

Das Werk von Karl Marx erlebt seit einigen Jahren vordergründig eine Renaissance. Marx wird in populären Umfragen zum ‚wichtigsten Philosophen des Jahrtausends’ oder zum ‚drittbesten Deutschen’ gekürt. Theaterstücke und Filme mit Titeln wie ‚Das Kapital Band 1’ werden aufgeführt und kaum ein Feuilleton der großen Zeitungen kommt angesichts der weltweiten Krisen ohne eine Erwähnung von Marx aus. Doch den wissenschaftlichen Gehalt der Marxschen Theorie erahnen die meisten Rezipienten nicht einmal. Sie halten sein Hauptwerk „Das Kapital“ für eine doch eher verstaubte Variante der klassischen politischen Ökonomie, vielleicht noch mit einer treffenden Prognose der ‚Globalisierung’ und einem Blick für ‚soziale Ungleichheiten’ ausgestattet.

Doch „Das Kapital“ führt den Untertitel „Kritik der politischen Ökonomie“. Damit ist nicht nur die Kritik einzelner ökonomischer Theorien des 19. Jahrhunderts gemeint, sondern eine radikale Infragestellung der Grundannahmen bürgerlicher Gesellschaftswissenschaften und Legitimationsideologien, wie sie noch heute den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs prägen.

Der Vortrag soll in die Grundintentionen der Marxschen Ökonomiekritik einführen und diese zugleich von den verzerrten Deutungen des traditionellen Marxismus und Antimarxismus abheben.

Dr. Ingo Elbe ist Privatdozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Oldenburg. 2010 erschien in 2. Auflage sein Buch Marx im Westen. Die neue Marx-Lektüre in der Bundesrepublik. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Marx-/Marxismusforschung und zur politischen Philosophie. Online-Texte unter www.rote-ruhr-uni.com sowie http://www.uni-oldenburg.de/philosophie/pd-dr-ingo-elbe/publikationen/

Eine Veranstaltung des Referats für politische Bildung des AStA der Universität Bonn und der Emanzipatorischen Antifa Bonn (EAB).

Der Eintritt ist wie immer frei.

Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen (Uni Hörsaal 8)

18. April 2016
20:00

Vortrag von und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Alle sind für Umweltschutz, aber die Müllberge werden immer größer. Alle sind für soziale Gerechtigkeit, aber Kinder- und Altersarmut nehmen zu. Alle wünschen sich mehr freie Zeit zum Leben, aber müssen immer mehr und länger arbeiten. Niemand will die Krise, aber keiner kriegt sie in den Griff. Es mangelt nicht an gutem Willen, dieser verhängnisvollen Dynamik etwas entgegen zu setzen. Doch immer wieder stoßen entsprechende Initiativen an unüberwindlich scheinende Grenzen. Wunsch und Wirklichkeit in dieser Gesellschaft gehen oft so weit auseinander, dass sich die Frage nach ihren grundsätzlichen Konstruktionsfehlern aufdrängt. Diese liegen in einem Wirtschaftssystem, das nur funktionieren kann, wenn es buchstäblich die ganze Welt seinen Zielen Wachstum, Arbeit und Profit unterwirft. Gegen den Kapitalismus sind viele. Aber haben sie auch etwas von dem verstanden, das diesem -Ismus den Namen gibt – vom Kapital? Der Referent beleuchtet grundlegende Funktionsweisen des Kapital-ismus und wirft dabei auch einen kritischen Blick auf oberflächliche Formen eines nur vermeintlichen „Antikapitalismus“ sowie auf gut gemeinte „Alternativvorschläge“, die regelmäßig an der Funktionsweise „unserer Wirtschaft“ scheitern. Will man eine bessere Welt schaffen, muss man erst einmal verstehen, wie die jetzige tickt.

Lothar Galow-Bergemann war langjähriger Personalrat in zwei Großkliniken und schreibt u.a. in Jungle World, konkret und auf emafrie.de.

Eine Veranstaltung des Referats für politische Bildung des AStA der Universität Bonn und der Emanzipatorischen Antifa Bonn (EAB).

Flucht und Ankunft – Refugees Welcome Info (Uni Hörsaal 8)

21. April 2016
20:00

Einführungsvortrag zum Thema Flucht und Ankunft von „Refugees Welcome Info“ statt.

Aktuell prägen die Flucht und Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland die Medien und private Gespräche. Die Meinungen hierzu, teilweise geprägt durch Fehlinformationen, Vorurteilen und Ressentiments, gehen dabei weit auseinander und spiegeln die Spannungen innerhalb der Gesellschaft wieder.
Vielfach sind die Gründe, die Menschen bewegen die Strapazen einer Flucht auf sich zu nehmen nicht bekannt, ebenso wenig ihre Fluchtwege.
Im Rahmen des Vortrages sollen eben diese Themen aufgegriffen und mit Berichten, Interviews und Karten verständlicher gemacht werden.

Leider werden aktuell Rassismus, Vorurteile und Gewalt innerhalb der Gesellschaft präsenter. Diese Entwicklung lässt sich auf ein Zusammenwirken zwischen gesellschaftlichen, rechtlichen und politischen Verhältnissen zurückführen, welches auch geflüchteten Menschen die Ankunft und das Leben in Deutschland oftmals schwer macht.
Jedoch gibt es noch immer Menschen und Gruppen in Deutschland, welche helfen wollen und den zufluchtsuchenden Menschen Unterstützung anbieten.

Doch wie ist das möglich? Was muss dabei beachtet werden? Und wo gibt es weitere Informationen?
Diesen Fragen wird im letzten Teil des Vortrages nachgegangen. Im Anschluss findet noch eine offene Runde für Fragen, Kritik und Anmerkungen statt.
Kommt vorbei und bringt Freund*innen mit.

„Refugees Welcome Info“ ist eine bundesweit organisierte Gruppe, die auf einem Blog Informationen für geflüchtete und fliehende Menschen, sowie Unterstützer*innen sammelt.

Refugees Foundation – Unterstützung flüchtender Menschen auf ihrem Weg nach Europa (Uni Hörsaal 8)

14. April 2016
20:00

Vortrag über die Unterstützung flüchtender Menschen auf dem Weg nach Europa durch „Refugees Foundation e.V. – Support for Refugees on the Run“statt.

Die Idee zur Refugees Foundation, „Support for Refugees on the Run“, wurde – ausgelöst durch die aktuelle Flüchtlingskrise im Herbst 2015 – auf der Balkanroute geboren.
Als es im Oktober 2015 zu einer katastrophalen humanitären Situation an der serbokroatischen Grenze in Berkasovo kam, wurden innerhalb von zweieinhalb Tagen acht Tonnen Hilfsgüter, zwei Ford Transit Kleinlaster, einen 7,5-Tonnen Lastwagen und zwei sechssitzige Fahrzeuge aus der Facebook-Gruppe heraus bereitgestellt.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht weiterhin darin, zu den europäischen Außengrenzen zu fahren, oder eben an die Orte, an denen die Menschen auf der Flucht Unterstützung benötigen. Im Oktober 2015 wurden zwei Fahrten unternommen: Einmal mit elf Freiwilligen und einmal mit sieben Freiwilligen, darunter zwei Ärzte.

Die Fahrt Ende November 2015 führte an die Balkanroute. 21 Freiwillige haben teilgenommen, davon zehn Luxemburger, die sich dem Konvoi angeschlossen haben, um von der Erfahrung und dem bereits vorhandenenem Know-how zu profitieren, sowie zwei Kölner, die nach Lesbos flogen, um dringend benötigte Medikamente dorthin zu bringen. Stand Anfang Dezember: Zum Jahreswechsel ist die fünfte Fahrt geplant.

Die Fahrten werden so lange fortgesetzt, wie es vor Menschen gibt, die für sich und Ihre Kinder Sicherheit in der Nähe zum Europäischen Festland suchen. Bürokratie findet dabei keinen, oder eben nur einen kleinen und angemessenen Raum.

Weitere Infos unter: http://refugeesfoundation.org/

Energiewende in Nordafrika – Marokko als Vorreiter (VHS Godesberg)

9. Juni 2016
18:00

Unsere zweite Veranstaltung greift einen interessanten Aspekt auf, der erforderliche Wandel der Energiewirtschaft hi zu erneuerbaren Energie und welche Rolle dabei die Zivilgesellschaft des Landes hat. Marokko als ein wichtiges Land Nordafrikas steht wie die anderen Länder auch an einem historischen Scheideweg. Es bedarf eines tiefgreifenden Paradigmenwechsels, um der drohenden Wasser­ und Ernährungskrise entgegen zusteuern sowie die Region vor den Folgen eines gefährlichen Klimawandels zu bewahren und gleichzeitig sozio­ökonomische Entwicklungsperspektiven aufzubauen. Der Erzeugung von und dem Zugang zu nachhaltiger Energie kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Die großen Wüstenregionen bieten ausreichend Flächen und Sonneneinstrahlung für eine Vielzahl solarthermischer Großkraftwerke. Der Umweltökonom Boris Schinke arbeitet als Referent für Erneuerbare Energien und Entwicklung bei der Nichtregierungsorganisation Germanwatch in Bonn. Er erklärt die Vorreiterrolle Marokkos bei der „Energiewende“ in Nordafrika.

Referent: Boris Schinke Ort: VHS in Bad Godesberg, Am Michaelshof 2

Wasserressourcen und Konfliktpotentiale (VHS Godesberg)

14. April 2016
18:00

Die Folgen des Klimawandels sind in Nordafrika bereits heute zu spüren und werden sich verstär­ken ­ mit weitreichenden Folgen für die Landwirt­ schaft. Zunehmende Extremwetterereignisse mit Überschwemmungen, Dürren und starken Win­ den fordern Staaten und Gesellschaften heraus. In den wasserarmen Ländern des Maghreb sind die Folgen für die Bevölkerung vielfältig. Neben Einbußen für Einkommen und Beschäftigung ist vor allem ein Anstieg der Konfliktpotentiale um Wasser zu erwarten, da sich viele und häufig poli­ tisch einflussreiche Verbraucher die immer knap­ peren Ressourcen Wasser und fruchtbares Land aufteilen müssen. Die Politikwissenschaftlerin Dr. Annabelle Houdret arbeitet in der Abteilung Umweltpolitik und Ressourcenmanagement des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE). Sie erforscht seit über zehn Jahren den Maghreb und promovierte zum Thema „Konflikte um Wasser in Marokko“. Sie geht insbesondere auf Konfliktpotentiale und Anpassungsmöglichkeiten in Marokko ein.

Referentin: Dr. Annabelle Houdret Ort: VHS in Bad Godesberg, Am Michaelshof 2

Flucht übers Mittelmeer – Weg in den Tod oder in ein neues Leben? (Volkshochschule)

14. April 2016
20:00

Seit Anfang des Jahres 2016 versuchten nach Angaben des UN-Flüchtlingswerkes über 100 000 Menschen das Mittelmeer in Richtung Europa zu überqueren. Viele schafften die Überfahrt nicht. Das Europa dieses Jahrhunderts kennt eigentlich keine Binnengrenzen. Oder doch? Und was ist geschieht an seinen Außengrenzen? In Kooperation mit Stipendiaten der deutschen Studienstiftung organisiert die VHS Bonn einen Vortragsabend, an dem unter der Leitfrage „Flucht übers Mittelmeer – Weg in den Tod oder in ein neues Leben?“ die Organisationen „Sea-Watch e. V.“ und „Refugees Foundation e. V.“ von der Arbeit mit fliehenden Menschen über das Mittelmeer und durch die Balkanstaaten berichten. Michael Schwickart war als Teil des Teams der Sea-Watch bereits bei einigen Fahrten an Bord, zuletzt vor der Küste Maltas. Lauren Smith ist Mitglied der Refugees Foundation e.V. und engagierte sich zuletzt bei den Hilfseinsätzen in der Türkei.

Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 14. April 2016 ab 20:00 Uhr Raum 3.49 (Kleiner Vortragssaal) der Volkshochschule Bonn Mülheimer Platz 1, 53103 Bonn

Abendvortrag mit Sea Watch e.V. und Refugees Foundation e.V.

Die Werbestrategien der Fleischindustrie (Le Sabot)

28. April 2016
19:00

Vortrag von Friederike Schmitz

Seien es die Zustände in Schweineställen, das Schreddern von Eintagsküken oder der Umgang mit Wegwerfkühen: Die Kritik an der gegenwärtigen Nutztierhaltung lässt nicht nach. Zeit, etwas zu ändern?
Nein, Zeit für mehr Öffentlichkeitsarbeit! Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, Broschüren, Plakataktionen und Schulmaterialien versuchen die Lobby-Verbände der Agrarindustrie das Vertrauen der Menschen in die Landwirtschaft zurückzuerobern. Doch wie objektiv, sachlich und ideologiefrei sind diese Informationen wirklich? Wie ehrlich und transparent ist die Tierindustrie?
Der Vortrag zeigt anhand vieler konkreter Beispiele und allgemeiner Analysen, wie Bauernverband und Co. auf die gesellschaftliche Debatte zur Nutztierhaltung Einfluss nehmen und dabei ein Bild der Nutztierhaltung zeichnen, das mit der Realität nicht viel zu tun hat.

Veranstalter: Tierrechtsgruppe Bonn (www.ti-bo.org)